17 05 2012

Der Sport ist vorerst beendet. Wird es schwer fallen oder kribbelt es bald wieder?

Zurück in Huaraz bleiben uns von unseren Trekking Aktivitäten nur zwei riesige Säcke an Wäsche, die ein letztes Mal vom Staub der zurückgelegten Wege befreit werden wollen. Unsere Touren und auch unsere Anstrengungen sind hiermit vorläufig beendet, was nicht heißen soll, dass wir unsere Trekking-Klamotten bislang nicht gewaschen hätten 🙂 .

 

Seitdem wir im letzten Oktober auf den Fijis die Beine aus der Hängematte genommen haben, verging nie viel Zeit ohne dass wir nicht fahrradfahren, wandern, bergsteigen oder joggen waren. Wir sind froh, dass alles gut verlaufen ist, es keine Unfälle gab und wir jede Menge neue Erfahrungen gemacht haben.

 

Allen, die ein ähnlich sportliches Abenteuer planen, möchten wir gerne folgendes mitgeben:

Es ist absolut kein Hexenwerk, solange man immer wieder Pausen zur Regeneration einbaut; dabei geht es nicht nur um den Muskelkater, sondern auch um dauerhaft beanspruchte Sehnen und Gelenke. Die Reihenfolge sich zuerst auf dem Fahrrad fit zu strampeln, dann beim Wandern warm zu laufen und schlussendlich die Sache mit der Besteigung eines 6.000ers zu beenden, hat sich ganz bestimmt ausgezahlt.

Über diesen langen Zeitraum sportlich erhöht aktiv zu sein – und damit meinen wir auch öfters mal mehr als 4 Stunden am Tag –, bedeutet schließlich auch, dass man der Gefahr ausgesetzt ist, dass Verschleißerscheinungen auftreten können. Umso wichtiger war es, sich in aller Ruhe fit zu machen – im Vergleich zu einer nur kurzzeitig durchgeführten Einzelsportart. Insoweit hat alles geklappt, unsere Knie und Gelenke sind nicht überstrapaziert worden; vielmehr sogar – Mareike hat aufgrund einer Knieentzündung durch Joggen vor der Reise 1 ½ Jahre keinen Sport dieser Art betrieben und ist auf dem Fahrrad durch Kräftigung der Beinmuskulatur wieder gesundet. Das hatte zur Folge, dass sie überhaupt erst wieder einen Halbmarathon in Santiago mitlaufen konnte, woran vor der Reise nicht zu denken gewesen wäre. In diesem Fall war der Sport also besser als zig Mal erfolglose Krankengymnastik.

 

Ob es bald schon wieder unter den Füßen kribbeln wird – wir wissen es noch nicht. Jetzt warten wir zunächst in Lima auf unseren Weiterflug in die USA. Dort und während des letzten Ziels der Reise – des Segeltörns in der Karibik – ist ebenfalls keine sportliche Aktivität geplant. Um das Band aber nicht ganz zu durchschneiden, hat sich Björn bereits mit Gleichgesinnten aus der Heimat zum Köln-Marathon im Oktober angemeldet und Mareike liebäugelt auch schon mit dem Halbmarathon 🙂

Also – wer läuft sonst noch mit?



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